AK Mülheim

Arbeitskreis Mülheim

Der Arbeitskreis führt jeden Monat div. regelmäßige Veranstaltungen durch.
So findet an jedem 4. Donnerstag im Monat ein Bergmannsstammtisch
und jeden 2. Dienstag im Monat ein Bergmannsfrühstück statt.

Geplante Maßnahmen 2017

Vorbereitung und Organisation von Lichtbildvorträgen über die Geschichte des Mülheimer Bergbaus:

  • Ständige Organisation und Teilnahme am monatlich stattfindenden Bergmannsstammtisch
  • —Aktualisierung von Angaben über den Mülheimer Bergbau im Internet www.bergbau-muelheim.de
  • Vorbereitung einer Exkursion mit Besuch des Besucherbergwerks Schauinsland in Württemberg
  • Organisation und Besuch des monatlichen Bergmannsstammtisches im Ratskeller
  • Vervollständigung der Bergmannsstube im Haus der Geschichte
  • Vorbereitung und Durchführung der Barbarafeier 2017

Letzte Kohlen vor 50 Jahren auf Zeche Rosenblumendelle

2016.07.27 Muelheim
29.07.2016 Ehemalige Bergleute erinnern an die Zeche Rosenblumendelle. Foto: Walter Schernstein

Vor 50 Jahren wurde auf der Zeche zum letztenmal Kohle gefördert, danach war Mülheim die erste zechenfreie Stadt im Ruhrgebiet. Mitglieder des Fördervereins Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier, Arbeitsgemeinschaft Mülheim: Heinz Auberg, Werner Bergmann, Willi Bruckhoff, Hans-Jürgen Irrgang und Joachim-Kurt Schmidt. An der Erinnerungstafel für Rosenblumendelle auf dem Heißener Rathausplatz.


 

Bundesverdienstkreuz für Heinz-Wilhelm Auberg

Unserem Vereinskameraden und Leiter des Arbeitskreises Mülheim an der Ruhr, Heinz-Wilhelm Auberg, ist am 22. Juni 2016 durch unsere Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, der Bundesverdienstorden (Verdienstkreuz am Bande), verliehen worden.

Kraft u. Auberg
Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Heinz-Wilhelm Auberg

Die Laudatio unserer Ministerpräsidentin im Wortlaut:

„Es gilt das gesprochene Wort!“
„Je weiter man zurückblicken kann, desto weiter wird man vorausschauen.“ Das hat Winston Churchill einmal gesagt. Dieser Einsicht ist auch Heinz Auberg gefolgt, denn dem Zurückblicken auf die lokale Heimatgeschichte – und vor allem auf die lange Bergbautradition – gilt sein besonderes Engagement. Er ist gelernter Bergbauingenieur, war zuletzt bei der Ruhrkohle AG für das Grubenrettungswesen und den Brand- und Explosionsschutz tätig. Bereits seit 25 Jahren ist er aktiv im „Styrumer Gesprächskreis“. Das ist ein Verein seiner Heimatstadt Mülheim an der Ruhr, die bekanntlich auch meine Heimatstadt ist. Dort kümmert er sich um die Aufbereitung der Geschichte dieses über 1000 Jahre alten Stadtteils. Bislang entstanden unter Heinz Aubergs maßgeblicher Mitwirkung vier Bücher, zwei Broschüren – und an acht Ausstellungen hat er ebenfalls mitgewirkt. Und immer wieder steht er überdies für Vorträge in Schulklassen zur Verfügung. Er ist sozusagen „das Gesicht“ des Styrumer Gesprächskreises. Aber auch für den „Geschichtsverein Mülheim an der Ruhr e.V.“ ist er die Instanz für Bergbaufragen, die er kompetent, sozusagen „aus 1. Hand“ beantwortet. Vor 15 Jahren gehörte er dann zu den Gründungsmitgliedern eines eigenen Arbeitskreises im „Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e.V.“. Dort wird die Erinnerung an die Bergbaugeschichte der Region Mülheim wachgehalten. Unter Heinz Aubergs Leitung treffen sich hier allmonatlich etwa 15 Mitglieder und sichten Material wie Karten, Pläne, Fotografien und bergmännische Literatur. So soll der geplante „Mülheimer Bergatlas“ entstehen, um auf den Spuren des regionalen Bergbaus zu wandeln. Das kann durchaus auch per Fahrrad geschehen, denn entlang der bedeutendsten Bergwerke in Mülheim-Heißen wurde auf Initiative des Fördervereins ein Radweg eingerichtet. Und vom Arbeitskreis selbst entworfene Informationstafeln aus Bronze weisen dort hin auf die verschiedenen Bergwerke der Region. Doch das sind noch lange nicht alle Aktivitäten, die Heinz Auberg auch in seinem – ich hoffe, ich darf das sagen – fortgeschrittenen Alter entfaltet; sie alle aufzu­zählen würde heute den Rahmen sprengen. So ist er z. B. noch aktiv in der „Bürgergesellschaft Mausefalle“ zum Erhalt der Mundart und auch der „Verein der Freunde und Förderer des Klosters Saarn e.V.“ erfährt seine Unterstützung – durchaus auch in Form großzügiger Spenden. Ja, lieber Heinz Auberg, es stimmt, was Winston Churchill gesagt hat: „Je weiter man zurückblicken kann, desto weiter wird man vorausschauen.“ Und Sie helfen, dass wir unsere Geschichte im Blick behalten und auf dieser Basis Zukunft gestalten können. Lieber Heinz Auberg, die Ehrenspange unserer gemeinsamen Heimatstadt Mülheim haben Sie bereits 2005 erhalten. Es ist mir eine besondere Freude, Ihnen heute das Verdienstkreuz am Bande für Ihr vielfältiges Engagement aushändigen zu dürfen.