Sprockhövel/Hattingen

Mundloch vom Stollen "Freundschaft" in Hattingen

Nachbau des Stollenmundloches der Zeche "Teufelsburg II" in Sprockhövel

Das illuminierte Mundloch des Stollens "Freundschaft"

Gewölbemauerung im Stollen "Freundschaft"

Mundloch des Edeltraud Erbstollens in Sprockhövel

Arbeitskreis Sprockhövel/Hattingen

Der Arbeitskreis Sprockhövel/Hattingen entstand 2021 durch Zusammenlegung der Arbeitskreise Sprockhövel und Hattingen.

In Sprockhövel treten die ältesten Kohleflöze zu Tage. Die reichhaltigen Kohlevorkommen führten zur Gründung zahlreicher Bergwerke, die zu den ertragsreichsten der damaligen Grafschaft Mark gehörten. Bereits im Mittelalter ist der Abbau von Steinkohle belegt.

Noch heute zeugen zahlreiche Spuren in Form von Stollenmundlöchern, erhaltenen Tagesanlagen und Pingen von der einst regen Bergbautätigkeit im heutigen Stadtgebiet. Neben Steinkohle wurde hier auch Eisenstein abgebaut, der u.a. in der 1854 gegründeten Haßlinghauser Hütte verarbeitet wurde und eine Zeit lange eine bedeutende Grundlage für die Wirtschaft in Sprockhövel darstellte.

Nachdem der Bergbau in den 1920er-Jahren in eine schwere Krise mit umfangreichen Zechenstillegungen geriet, erlebte der Sprockhöveler Bergbau nach dem zweiten Weltkrieg noch einmal einen deutlichen Aufschwung, als zur Deckung der zeitweise immensen Nachfrage nach Kohle zahlreiche Kleinzechen errichtet wurden. Zwischen den Ebenen, in denen die frühen Stollenbetriebe gefördert hatten und den tiefer liegenden Sohlen, in den der Abbau durch die großen Tiefbauzechen stattgefunden hatte, waren teils umfangreiche Kohlenvorräte unberührt geblieben, die bis in die 1960er-Jahre durch die Kleinzechen abgebaut wurden.

Zu ihnen gehörte die Kleinzeche „Hoffnungstal“, die 1952 in Betrieb genommen und kurz darauf in „Teufelsburg II“ umbenannt wurde. Die Höchstförderung der Zeche lag bei rd. 8500 t bei einer Belegschaft von 27 Mann. Nach der endgültigen Stillegung im Dezember 1958 wurde das Betriebsgelände geräumt. Im Jahr 2012 hat der Arbeitskreis Sprockhövel im Bereich des früheren Stollenmundloches einen Nachbau mit Türstöcken errichtet, der seitdem zum Bergbauwanderweg „Alte Haase Nord“ gehört und vom Arbeitskreis betreut wird.

Die Geschichte des aktiven Bergbaus in Sprockhövel endete 1969 mit der Stillegung der Zeche „Alte Haase“. Bis heute sind zahlreiche Relikte des Bergbaus erhalten.

Im Jahr 2012 wurde der Arbeitskreis Hattingen innerhalb des „Fördervereins Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e.V. gegründet, nachdem es bereits eine jahrelange Zusammenarbeit unseres Vereins mit dem BGVR (Bergbau- und Grubenarchäologischer Verein Ruhr e.V.), dem SBB (Studienkreis Bochumer Bunker e.V.) und mehreren Stellen der Stadt Hattingen gegeben hatte.

Ziel des Arbeitskreises ist es, in der alten Bergbauregion die noch vorhandenen Zeugen des Altbergbaus der Bevölkerung wieder in Erinnerung zu rufen.

Ein besonderes montanhistorisches Relikt des Hattinger Bergbaus ist der Stollen „Freundschaft“, der von 1820 bis 1925 zur Kohleförderung in Betrieb war und später zu Luftschutzzwecken genutzt wurde. Im März 2019 hat der Arbeitskreis Hattingen die Betreuung des Stollens übernommen. Das Bergwerk gehörte zu den einstmals über 270 Bergwerken im heutigen Hattinger Stadtgebiet.

Da in der Zeit des zweiten Weltkrieges zahlreiche Bergbaustollen zu Luftschutzzwecken genutzt und teilweise umgebaut wurden, ist auch dieser Themenbereich Teil der Arbeit des Arbeitskreises.

Der Arbeitskreis Sprockhövel/Hattingen möchte das Bergbauerbe in den beiden Städten bewahren und in Erinnerung behalten. Zu den Arbeiten gehören:

Der Arbeitskreis Sprockhövel/Hattingen arbeitet eng mit dem „Bergbau- und Grubenarchäologischen Verein Ruhr e.V.“ (BGVR), dem Arbeitskreis Altbergbauaktiv und den anderen Arbeitskreisen zusammen.

 

KONTAKT

Sigurd Lettau
Telefon (01 57) 81 27 05 10
E-Mail: silett@web.de

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