Dortmund

AK-Leiter Ludwig Bücking

Wolfgang Rühl

Syburger Bergleute

Schnitt Syburger Mulde

Grundriss Flöz Sengsbank

Syburger Bergbauweg

Förderstollen Mundloch

Besucher im Beamtenstreb

Pferdegöpel im Westfalenpark

35 Informationstafeln im Stadtgebiet Dortmund

Silberne Halbkugel

Veröffentlichungen von Mitgliedern des AK Dortmund

Arbeitskreis DORTMUND

KONTAKT

Heinz-Ludwig Bücking
Telefon (02 31) 71 36 96  E-Mail: l-buecking@gmx.de

Wolfgang Rühl
Telefon (02 31) 85 14 26  E-Mail: woro.ruehl@gmx.de

> > > Facebookseite des AK Dortmund

> > > Hier geht es zum Besucherbergwerk Graf Wittekind

Nicht nur für Neubergleute – auch für alte Hasen geeignet:
die Teile 1 & 2 des Lehr- und Übungsbuches:

Die Bergmännische Facharbeit

Die Bergmännische Facharbeit Teil 1
Die Bergmännische Facharbeit Teil 2
 

Seit dem Jahre 1296 schreibt man in Dortmund Bergbaugeschichte. Mit Stilllegung der letzten fördernden Zeche – Minister Stein – in
Dortmund – Eving, endete 1987 der aktive Steinkohlenbergbau.

Der Arbeitskreis Dortmund hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Bergbaugeschichte dieser Stadt zu erforschen und für die Nachwelt zu bewahren.

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist das Besucherbergwerk Graf Wittekind, im Mittelpunkt des Syburger Bergbauweges. Hier im Syberg, ging im nur sechzig Zentimeter mächtigen Flöz Sengsbank, seit 1582 der Abbau auf Steinkohlen um. Die letzte der insgesamt drei Abbauperioden endete um 1900 mit der Aufgabe der Zeche Graf Wittekind.

In enger Abstimmung mit den Behörden begannen unsere Arbeitskreismitglieder 1989 mit der Aufwältigung der Stollen Graf Wittekind 4, dem Förderstollen sowie dem Stollen Schleifmühle im Syberg. Heute sind ca. 500 m Strecken aufgewältigt, stehen unter Bodendenkmalschutz und sind von der Bergbehörde als Besucherbergwerk zugelassen.

Fast jeden Samstag sind Mitglieder unseres AK´s in Teams unter Tage. Sie erhalten und erweitern die Grubenbaue oder führen Besucher durch die untertägige Welt.
Diese Führungen sind nach Absprache grundsätzlich nur Samstags um 10:00 Uhr oder um 14:00 Uhr möglich und sind kostenlos.
Wir sind aber für jede Spende dankbar, damit wir auch in Zukunft den Bergbau hier erhalten und der Öffentlichkeit präsentieren können.
Interessierte Besucher / Gruppen müssen sich rechtzeitig vorher mit Heinz-Ludwig Bücking oder Wolfgang Rühl in Verbindung setzen, damit die ehrenamtlichen Begleiter entsprechend zur Verfügung stehen. Kurzfristig angesetzte Termine sind derzeit nicht möglich.

Falls Du selbst auch hier im Bergwerk mitarbeiten möchtest, solltest Du Dich ebenfalls mit dem AK-Leiter Ludwig Bücking oder seinem Stellvertreter Wolfgang Rühl in Verbindung setzen.

Am Syberg, entlang des Bergbauweges, ist mit den Stollen – Mundlöchern und Pingen über Tage nur ein Bruchteil unserer Arbeit sichtbar. Im Westfalenpark kann man ein weiteres Objekt unserer historischen Arbeit bestaunen. Hier steht, in der Nähe des alten Schachtes Christine, der vollfunktionsfähige Nachbau eines westfälischen Pferdegöpels. Er dokumentiert einen wichtigen Schritt vom Stollenbergbau hin zum Tiefbau mit Schächten.

Heute sehen wir die Aufstellung von dreißig Informationstafeln an montanhistorisch interessanten Stellen im Dortmunder Stadtgebiet distanzierter. Fotos und Texte in den sozialen Netzwerken zeigen, dass unsere Arbeit angenommen wird. Andererseits stellt die ständige Auseinandersetzung mit dem Vandalismus eine große Herausforderung dar.

Mit der Erarbeitung- und Herausgabe von Monografien haben wir unsere Forschungsarbeiten zu Dortmunder und Castrop-Rauxeler Großschachtanlagen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die großformatigen Bilder von meist nicht mehr existierenden Bergbaurelikten sind das Markenzeichen, der seit 2009 veröffentlichten Monografien über Zechen im Ruhrgebiet. In der Schriftenreihe scriptum des Geo-Dienstes- NRW war es 2007 möglich, die Arbeiten am Syberg zu publizieren.

Wenn 2018 der Steinkohlenbergbau im Ruhrgebiet erlischt, werden die Stollenanlagen am Syberg die letzte Möglichkeit sein, die Arbeit der Bergleute an authentischer Stelle zu erleben.

In Dortmund begann 1296 der Bergbau im Revier. Sollte er auch hier enden?

Diese Frage ist eindeutig mit „Nein“ zu beantworten und ist zusätzlicher Ansporn für unsere weitere Arbeit.

Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz hat im Jahre 2007 dem Arbeitskreis Dortmund in Würdigung seiner Leistungen den Deutschen Preis für Denkmalschutz verliehen, die Silberne Halbkugel.